„Ich habe 1998 meine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker bei RKW begonnen. Ich muss zugeben, die Entscheidung war eher zufällig. Aber sie war genau richtig, ich habe mich schnell sehr wohl gefühlt. Die Ausbildung konnte ich um ein halbes Jahr verkürzen. Bei der Prüfungsvorbereitung wurde ich im Betrieb extrem gut unterstützt.

Danach habe ich verschiedene Bereiche im Werk kennengelernt. Irgendwann hat mich mein Chef motiviert, die Prüfung zum Industriemeister zu machen. Der Vorbereitungskurs auf die Meisterprüfung hat ein halbes Jahr gedauert. Das konnte ich mit Urlaub, angesparten Überstunden und zwei Monaten Elternzeit gut überbrücken. Im Meisterkurs ging es um wissenschaftliche Grundlagen, viel Detailwissen über Techniken und auch Mitarbeiterführung.

Heute bin ich Vorarbeiter; der Schichtmeister ist mein Vorgesetzter. Meine Aufgabe? Ich vermittle die Ziele des Unternehmens so, dass die Mitarbeiter sie aus eigener Initiative übernehmen und umsetzen können. Das gilt für alle Bereiche, von der Sicherheit und Sauberkeit am Arbeitsplatz über die Kontrolle der Rohstoffbestände bis zur Produktqualität. Jeder bei uns ist verantwortlich für seine Maschine.

Ich bin auch Ansprechpartner für die rund 25 Mann pro Schicht. Es ist wichtig für mich, fair zu sein, offen und direkt. So kann gegenseitiger Respekt aufgebaut werden. Respekt heißt für mich, dass man mich leben lässt – und mir ehrlich sagt, wenn ich zu weit gehe.

Mir gefällt die Offenheit bei RKW. Wir bekommen alle Infos unverfälscht; ich fühle mich gut informiert. Das `Du´ ist bei uns allgegenwärtig, es gibt viele gemeinsame Aktivitäten, Ausflüge, Grillfeste. Ich habe einen sehr sicheren Arbeitsplatz, auch weil wir international wachsen.

Ich mag die Arbeit im Büro und in der Produktion. Ich hatte vor einiger Zeit ein Angebot von einem anderen Unternehmen, Produktionsleiter zu werden. Aber die Arbeit an den Anlagen macht mir zu viel Spaß. Ich habe viele Möglichkeiten, viel Freiraum – recht viel besser geht´s nicht.