Herr Hahn, Lagerlogistik: Das ist keiner der zehn Standard-Traumjobs. Wie sind Sie auf den Beruf gekommen?

Freunde von mir hatten schon die Ausbildung gemacht und sie mir empfohlen. Und es macht wirklich Spaß. Wir in der Lagerlogistik sind die Schaltstelle für alles, was reinkommt und was rausgeht. Ich überprüfe, ob die eingegangenen Waren einwandfrei sind und verteile sie an die Besteller. Im Hochregallager lagere ich Güter nach einer Liste aus. Meine Aufgaben für die ganze Woche finde ich im Ausbildungsplan. Ich habe viel Abwechslung, treffe neue Leute und lerne ständig dazu. Auch Dinge, die ich privat brauchen kann, zum Beispiel, wie man Ladungen im Fahrzeug gut sichert. 2014 war ich in zwei Abteilungen im Logistikbüro: in der Produktionssteuerung und in der Zusammenstellung der Lieferungen. 2015 lerne ich auch noch den Einkauf kennen. Ich bin jetzt im zweiten Ausbildungsjahr. Seit Anfang September 2014 haben wir einen neuen Azubi. Ich lerne ihn mit an und trage jetzt mit Verantwortung.

Und warum haben Sie sich für RKW entschieden?

Ich hatte mich bei mehreren Firmen beworben. Das Probearbeiten bei RKW hat mir gut gefallen. Die Kollegen sind sehr locker auf mich zugekommen. Ich hatte auch noch andere Angebote, aber wegen dieser guten Atmosphäre habe ich mich für RKW entschieden. Ich finde, man sollte jeden Menschen respektieren, unabhängig von seiner Herkunft oder seinem Aussehen. Bei RKW zählen Unterschiede nicht, hier behandeln dich alle gleich.

Arbeiten Sie im Schichtdienst?

Ja. Während der Ausbildung bin ich in der Frühschicht von 7 Uhr bis 15 Uhr 30. Das ist schon ziemlich früh, aber dafür habe ich noch viel vom Nachmittag. Nach der Ausbildung arbeite ich auch in der Spätschicht. Nachts arbeiten wir im Lager nicht.

Vor wem haben Sie besonderen Respekt?

Vor meinen Eltern. Sie haben mir alles vorgelebt: Ein glückliches Familienleben, einen guten Zusammenhalt. So etwas will ich später auch mal haben.

Was ist für Sie wichtig im Arbeitsleben?

Für mich gilt privat und im Beruf dasselbe: Du musst mit den Leuten gut klarkommen. Notfalls kann ich mit allen Menschen zusammenarbeiten; aber ein gutes Klima ist für mich mit das Wichtigste. Wir sind ungefähr 20 Kollegen im Lager und im Logistikbüro. Die meisten kennen sich schon lange. Wenn’s pressiert, machen wir gemeinsam Dampf. Aber wir haben auch Spaß miteinander. Und zweimal im Jahr gehen wir ein Wochenende lang zum Zelten.

Wie erklären Sie Freunden, was RKW macht?

Ich erkläre es ganz einfach: RKW ist ein internationales Unternehmen, das Folien herstellt, zum Beispiel für Cola- oder Limo-Sixpacks. Darunter können sie sich etwas vorstellen. ;-)

Haben Sie schon Pläne für die Zukunft?

Als ich mich für die Ausbildung entschieden habe, war es mir wichtig, dass ich viele Möglichkeiten habe. Hier könnte ich nach der Ausbildung eine Fortbildung machen, zum Lagermeister zum Beispiel, oder auf die Berufsoberschule gehen und dann Betriebswirt oder Fachwirt werden. Das wäre reizvoll. Ich könnte aber auch weitermachen als Facharbeiter oder Schichtführer.