Sachlichkeit hat zwei Gesichter.

Zahlen sind eine Sprache für sich. Ich bin bei RKW verantwortlich für diese Sprache, die eindeutig zu interpretieren ist. „Groß“ ist relativ. „100 Millionen“ ist eindeutig. Ein Controller ist sachlich. Doch das allein reicht nicht. Man muss auch in die Schuhe von anderen schlüpfen können.

Meine Großeltern stammen aus China, meine Eltern sind in Kambodscha aufgewachsen, ich selbst in Frankreich. Jetzt lebe und arbeite ich in Deutschland. Ich habe das Beste aus diesen Welten mitgenommen. Aus Asien den Respekt vor älteren Menschen, erfahreneren Kollegen. Aus Frankreich die Fähigkeit, allem gegenüber offen zu sein. Und in Deutschland die Sachlichkeit und Ehrlichkeit: Was man sagt, das meint man auch.

Früher empfand ich diese Direktheit als Mangel an Respekt. Heute kann ich sie verstehen. Ich bin mit 32 ein junger Director bei RKW. In anderen Ländern wäre das vielleicht ein Problem. In Deutschland nicht, hier zählt die Sache.

Erst die Praxis, dann die Theorie.

In Frankreich habe ich mein Abitur in Literatur, Philosophie und Sprachen abgelegt, danach angewandte Fremdsprachen studiert. Erst im vierten Jahr kam BWL dazu, später auch Controlling. Ich wollte mich immer fachlich breit aufstellen. Als Trainee Controlling bei RKW konnte ich das. Warum ich mich nach literarischem Abitur und Sprachstudium fürs Controlling entschieden habe? Ich habe während meiner Diplomarbeit im Marketing erstmals Kontakt mit Produktkalkulationen gehabt. Da merkte mein Chef schnell dass ich eine hohe Zahlenaffinität hatte, und schlug mir vor doch Karriere im Controlling zu machen. Bei RKW habe ich zunächst im Headquarter gearbeitet. Als Bedarf im Controlling in Frankreich entstand, hat man mich dort hingeschickt. Hier konnte ich umfangreiche  praktische Erfahrungen sammeln. Die Theorie dazu habe ich mir schnell angelesen. Ich lese gerne dicke Bücher, egal, wie trocken sie sind.

Respekt bedeutet für mich: Vertrauen. Zu wissen, wenn ich Hilfe brauche oder einen Fehler mache, bekomme ich Unterstützung. Ich hole mir nicht nur von Vorgesetzten Feedback, sondern auch von Mitarbeitern. Auch so zeige ich ihnen meinen Respekt.

Habt Mut!

Uni-Absolventen würde ich einen Karriereeinstieg bei RKW empfehlen, weil sie sehr vielfältige Erfahrungen machen können. Sie haben die Chance, mit Menschen aus allen Bereichen und Ebenen des Unternehmens in Kontakt zu kommen. Die Hierarchien bei RKW sind sehr flach. So kann sich ein neuer Mitarbeiter schnell emanzipieren.

Damit muss man aber klarkommen. Bei RKW hat man hohe Autonomie, viel Freiheit. Man muss den Mut haben, sie zu nutzen. Mut haben, eigene Wege einzuschlagen. Und Leidenschaft. Sie zeichnet die besten Performer aus.