Als Schüler kann man sich vorstellen, was z. B. ein Bäcker macht. Aber mal ehrlich: Hatten Sie eine Vorstellung vom Beruf des  Verfahrensmechanikers?

„Nein, überhaupt nicht. Aber während der Schulzeit habe ich viele Praktika in Betrieben gemacht. Bei RKW hat´s mir am besten gefallen: Wie der Ausbilder mit mir umgegangen ist, die Lehrlinge untereinander – alle waren super nett. Auch die Arbeit hat mich fasziniert, die Maschinen, die Vielfalt der Produkte. Während der Ausbildung hat sich das gute Gefühl sogar noch verstärkt. Es ist einfach riesig, wenn Du mit den richtigen Leuten an der Maschine stehst.“

Inzwischen sind Sie im dritten Ausbildungsjahr – und Jugendvertreter …

„Ja, ich bin der Ansprechpartner für die Azubis und jüngeren Mitarbeiter. Wenn jemand zum Beispiel ein Problem hat, kann er sich an mich wenden. Ich könnte direkt vermitteln oder auch den Betriebsrat einschalten. Allerdings: Die Lehrlinge sind so zufrieden, bisher ist noch keiner mit einem großen Problem gekommen.“

Werden Sie denn in Ihrem Amt von den älteren Kollegen ernst genommen?

„Ja. Und übrigens werde ich überhaupt, auch als Auszubildender, ernst genommen und respektiert.“

Was bedeutet für Sie: Respekt?

„Andere Personen so zu nehmen, wie sie sind. Mein Bestes zu geben. Respekt muss gegenseitig funktionieren. Die Älteren müssen sich Zeit nehmen für die Fragen der Jüngeren. Und die müssen das Alter und die Erfahrung zu schätzen wissen.“

Haben Sie ein Vorbild?

„Hmmm … Martin Luther. Er hat etwas betrachtet, das es schon lange gab und überlegt, ob es nicht auch anders gehen könnte. Er hat nicht aufgegeben, als er Widerstand gespürt hat. Das war einer, der weiß, was er will.“

Wissen Sie auch, was Sie wollen?

„Ja. Nach der Ausbildung möchte ich erst mal arbeiten, Erfahrung sammeln, Geld verdienen. Dann mache ich vielleicht die Meisterschule oder Technikerschule. Ich habe viele Möglichkeiten. Meine Arbeit hier hat Zukunft. Die Produkte werden ständig verbessert, es gibt immer neue Methoden. Es bleibt spannend.“