„Ich habe Kunststofftechnik studiert. Meine Masterarbeit habe ich bei RKW in Pori geschrieben. Das war eine gute Möglichkeit, in Kontakt zu kommen; ich konnte mich in ersten Projekten beweisen. Das gesamte Unternehmen hat mich unterstützt, ich konnte jede Frage stellen, alle waren sehr hilfsbereit. Es war für mich eine sehr einfache Entscheidung, nach dem Master-Abschluss bei RKW einzusteigen.

In Pori habe ich zunächst im Bereich Forschung und Entwicklung gearbeitet, drei Jahre lang das Labor geleitet. Dann habe ich eine neue Herausforderung gesucht. Vor zwei Jahren wurde ich Produktionsleiterin, inzwischen bin ich auch verantwortlich für die Instandhaltung. Als weibliche Führungskraft in der Industrieproduktion bin ich in Finnland keine Exotin. Es gibt wohl nicht besonders viele Werkseiterinnen, aber etliche Produktionsleiterinnen.

Eingearbeitet wurde ich intensiv. Im Rahmen eines Austauschprogramms habe ich mehrere RKW-Standorte besucht, unter anderem in Echte und Nordhorn. Ich treffe mich regelmäßig mit meinen Kollegen aus anderen Ländern; wir tauschen uns aus, vergleichen unsere Benchmarks, lernen voneinander. Es hilft auch, dass bei uns im Unternehmen ein guter Sinn für Humor gepflegt wird. Ich kann zu Mitarbeitern gehen und mit einem Augenzwinkern sagen: `Eine junge Führungskraft braucht Hilfe: Was bedeutet das???´. Wenn jemandem ein Fehler passiert, spricht man am Kaffeetisch darüber. Aber mit Humor.

Für gute Leistung und besonderes Engagement bedanke ich mich persönlich. Aber Finnen sind sehr bescheiden; wir spielen Lob von anderen herunter. In Finnland verwenden wir keine Familiennamen, alle duzen einander. Es ist typisch für unsere Kultur, dass alle Produktionsmitarbeiter mit ihren Anliegen direkt zu mir kommen können. Dieser Stil ist aber auch typisch für RKW.

Warum ich RKW als Arbeitgeber empfehlen würde? Alle meine Erfahrungen waren positiv. Also: warum nicht? Bei RKW in Pori arbeiten die meisten Mitarbeiter schon sehr lange. Das zeigt, dass sie zufrieden sind. Jetzt kommt frisches Blut, Newcomer wie ich. Ich möchte natürlich auch etwas bewegen. Die Älteren respektieren hier, wenn wir etwas verändern wollen. Sie waren auch jung.